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Geschichte

Santa Caterina Valfurva ist ein geschichtsträchtiges Dorf. 

  
Im XIV. und XV. Jahrhundert  war es eine wichtige Durchfahrtsstelle, die durch das Gavia-Tal die Republik Venedig mit der Grafschaft Bormio in Verbindung setzte und somit die Entwicklung und die nutzbringenden Handelsbeziehungen bedeutend förderte. 


Im Laufe der Jahrhunderte folgte Valfurva der Geschichte und dem Schicksal der kleinen unabhängigen Republik Bormio, "Magnifica Terra" genannt, welche im Laufe der Jahrhunderte imstande war, ihre  blühende Handelstätigkeit nicht nur zu bewahren, sondern sogar zu erweitern.

Vom XVII. Jahrhundert an wurde Santa Caterina Valfurva ein bekannter Thermalkurort dank der im Jahr 1698 von Pfarrer Don Baldassare Bellotti entdeckten eisenhaltigen Wasserquellen.

Dieses Wasser hatte  besonders außergewöhnliche Eigenschaften, die es über die Grenzen des Tales hinaus bekannt machte. In Postkutschen reisten über den Mortirolo- und Gavia-Pass zahlreiche Leute an, darunter auch Adelige und Aristokraten.

Zwei Quellen sprudelten aus dem Untergrund: eine reich an Schwefel, die andere 'akua forta' war eisenhaltig und hatte einen säuerlichen und pikanten Geschmack. Nach und nach machten sich Veränderungen im Dorf merkbar, die Einheimischen wurden gastfreundlicher, die Quellen wurden verschönert und zu ihrem Schutz wurde ein ungewöhnlicher Pavillon aus Holz im gotischen Stil gebaut. Es handelte sich um ein einzigartiges, vom typischen Bergbaustil vollkommen abweichendes Bauwerk. 

     
Im Jahr 1835 wurde in Santa Caterina Valfurva eine Fabrik für die  Flaschenabfüllung des gesundheitsfördernden Wassers 'akua forta' eröffnet und bald so bekannt, dass es sogar ins Ausland exportiert wurde. 


In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen verlor der Thermalkurort verständlicherweise an Bedeutung. Die schönen Quellenpavillons, die am Beginn des XX. Jahrhunderts Erweiterungen erfuhren, wurden der Torftrocknung angepasst und 1952 definitiv nach einer Reihe von gravierenden Schäden, demoliert. Das akua forta verlor somit an Prestige und seine Quelle versickerte unaufhaltsam im Unterboden.

 
Es wird z.Zt. am Ziel der Cevedale-Piste und wenige Schritte von der Stelle des alten Pavillons ein kleines Wasserquellen-Museum beendet, welches bewusst die frühere Form nachahmt. Drinnen wird ein Brunnen mit zwei Wasserstrahlen entstehen, aus denen jeweils das Akua forta und das schwefelhaltige Wasser spritzen wird. Fotos jener Zeit mit erläuternden Texten werden die Besucher über die heilkräftige Qualität  dieser Gewässer unterrichten.

 

INFO: http://www.altavaltellina.eu/Molte_opportunita/arte_cultura.cfm

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